Mittwoch, 9. Oktober 2013

Magnetic Island

Tag 1: 
Am Montag war es soweit - unser zweiter, von unseren 5 gebuchten Ausflügen, stand vor der Tür: Magnetic Island. Am morgen war alles noch etwas stressig. Am Abend hatten wir uns noch um einen kostenlosen Parkplatz gekümmert, allerdings sind wir nicht fündig geworden. Also wollten wir das Auto auf den Plätzen vor dem Hostel parken. Im Hostel selbst durften wir nicht stehen bleiben. Leider machte uns die "Super freundliche" Lady von der Rezeption einen Strich durch die Rechnung. Wir hatten das ganze Auto gepackt, unser Bett verstaut, die Rucksäcke aufgeräumt und versteckt usw., und warteten nur noch auf den Transfer um 10, der uns zur Fähre bringen sollte. Beim Auschecken betonte die Rezeptionistin, dass wir dort auch nicht parken dürfen da diese Plätze auch zum Hostel gehören. Die sind zwar immer frei und kaum benutzt, aber wir wollten uns nicht mit den Hotelbesitzern anlegen. Also brachte Daniel das Auto kurz vor 10 noch zu einem kostenfreien Parkplatz den er auf der Stadtkarte entdeckte. Das dauerte natürlich seine Zeit und wie es natürlich kommen musste, wartete der Transfer aus uns und Daniel war noch nicht da... Im Endeffekt, und dank seiner guten Ausdauer und Sprintfähigkeit, haben wir es dann doch noch geschafft. 
Wir fuhren ca. eine halbe Stunde mit dem Schiff zur Insel. Dort angekommen verpassten wir den Bus zum Hostel. Wir hatten keine Lust eine Stunde zu warten, also liefen wir. Wir liefen und liefen. Immer geradeaus, wie es uns ein Mann bei den Bussen erklärte. Nach ca. 20 Minuten geradeaus Laufen wurden wir doch skeptisch und fragten in einem Kaffee nach. Wir waren auf dem richtigen weg und hatten nach weiteren 15 Minuten unser Hostel im Blickfeld. 
Beim Einchecken haben wir bemerkt, dass wir unseren Hostelvoucher verloren haben. Nach der ersten Aufregung ging dann aber doch alles glatt und es stellte sich als eher kleineres Problem da. 
Da wir erst um 1 ins Zimmer durften, haben wir uns derweil das Hostel angeschaut. Total cool! Eher ein Hotel. Es liegt direkt am Meer, mit eigenem Strand, etlichen Sitzmöglichkeiten zum Essen und Trinken und einer eigenen Bar und Küche und natürlich einem Pool.



Die Zimmer sind kleine Bungalows die an der Küste entlang gereiht sind. Unser 8er Bungalow war direkt über den Felsen, an die das Wasser peitschte. 



Ein wahnsinniger Ausblick weit aufs Meer hinaus und das Meeresrauschen Tag und Nacht vor der Türe! 
Nachdem wir unser Zimmer bezogen 
hatten fuhren wir mit dem Bus zum Koala Sanctuary Hostel. Ein Hostel mit einem dazugehörigen Tierpark. Wir bezahlten 21$ Eintritt. Dieser Preis hat sich allerdings gelohnt! 
Zuerst durften wir "Barbie" anfassen:



dann haben wir diesen wunderschönen Papagei mit Sonnenblumenkörnern gefüttert:



Und einen scheuen aber super süßen Wombat angeschaut:



Danach ging es zur Tuchfühlung mit ganz außergewöhnlichen Reptilien und einem Igel:







Endlich kamen wir zu DEM australischen Tier: den Koalas. Da wir vorhaben in Brisbane ein Knuddelfoto mit einem Koalabären zu machen, haben wir hiernur  geschaut und angefasst:



Danach bekamen wir noch einen ganz besonderen Freund um den Hals gelegt:



Zum Schluss noch ein echtes Highlight. Wir durften Vögel (wir haben den Namen leider vergessen) füttern. Es war wahnsinnig laut und die Krallen borten sich in unsere Haut. Aber es war ein super geniales Erlebnis! 





Am Abend genossen wir unser freies Abendessen. Es gab Fish & Chips und einen leckeren Burger für uns. 

Tag 2: 
Nach dem aufstehen gönnten wir uns das noch ausstehende freie Frühstück. Wir suchten uns das Toast mit zwei Spiegeleiern und Bacon aus. Daniel holte Barbecue-Sauce und ließ seinen Teller bei seiner super aufmerksamen Freundin stehen, die leider nicht bemerkte, dass sich Kokaburra über seinen Speck hermachte. Als Sarah durch Daniels Geschrei "verzieh dich du blödes Ars******" auf den Vogel aufmerksam wurde, war es schon zu spät. Er schnappte sich den Speck und flog weg... 

Da wir nicht wie alle anderen den Bus nehmen wollten, mieteten wir uns einen Roller. Es war genial bei diesem schönen Wetter mit dem Roller über die Insel, von Strand zu Strand zu fahren! 

Wir fuhren über den Horseshoe Bay




Zum Florence Bay, bei dem wir 40 Minuten von unserem Parkplatz zum Strand laufen mussten. Man beachte: wieder einmal in der prallen Hitze, abgefahrenem Gelände, rauf und runter, kein Schatten.





Zum Geoffrey Bay. Dort wollten wir die Schnorchelausrüstung, die uns das Hostel für 5$ lieh, ausprobieren. Wir zogen die Quallenanzüge an und nahmen die Maske und den Schnorchel mit ins Wasser. Am morgen hat eigentlich alles gut angefangen mit der Schnorchelausrüstung. Wir gingen zum Verleih, ließen uns von der überheblichen und hochnäßigen jungen Frau die Ausrüstung geben und bekamen von einem netten Herrn ein Schokoeis umsonst. 
Als wir dann aber ins Wasser gingen hörte der Spaß leider schnell auf. Die Ausrüstung war dermaßen versifft und dreckig. Daniels Schnorchel war undicht und bei der Maske ist beim Anziehen das Gummiband gerissen. Er wollte ohne Band Schnorcheln doch leider war auch die Maske undicht und Wasser lief zwischen den Scheiben rein. Davon abgesehen, gabs nichts zu sehen. Das Wasser war trüb. 


Also fuhren wir zurück zum Hostel, gaben das Schnorchelzeug zurück und fuhren zum Picknick Bay:


Danach haben wir unseren Roller zurück gebracht und kochten uns Spaghetti. 

Nach dem Essen lagen wir im Zimmer und ruhten uns vom Tag aus, bis sich unsere schwedischen Mitbewohner als Frauen verkleideten. Wir bekamen raus, dass Ladies Night war und alle "Frauen" Free Drinks bekamen! Also los: Kleid gebastelt, Brüste gestopft und eine nette Frisur gemacht: 



Nach 3 Bechern Bohle legten wir uns dann doch erschöpft ins Bett und gingen schlafen.

Tag 3: 
Da wir gestern Abend ziemlich früh  im Bett waren, bin ich (Sarah) schon vor dem Wecker aufgewacht. Kurz nach 8 bin ich aufgestanden und hab mich, nachdem ich den gigantischen Ausblick aus dem Bett genossen habe, nach draußen begeben. Dann saß ich im Bikini in einer unglaublich frischen und klaren Luft auf einem kleinen Holzbalken, umringt von wunderschönen pinken Blumenbüschen und großen Felsen die ins Meer ragten, blickte einfach nur aufs Meer und lauschte den Vögeln und dem Meeresrauschen. Von hier kann man sogar das Festland sehen. Ihr wundert euch vielleicht, dass ich so etwas erzähle, aber irgendwie hat mich dieses Gefühl heute morgen wirklich beeindruckt. Man ist frei, vor allem der Kopf ist frei von jeglichen Gedanken oder Sorgen. Man steht einfach auf und das einzige was man denkt: geile Luft, geiles Wetter, geiler Ort. Es ist wahnsinnig toll einfach mal an nichts denken zu müssen! Nur genießen. Nur in der Natur zu sitzen.

Irgendwann kam auch Daniel aus seinem Bett gekrochen und wir gingen frühstücken. Danach die Sachen gepackt, ausgecheckt und nochmal an einen Strand gefahren. Nachmittags sind wir dann zurück nach Townsville gefahren. 


Sonntag, 6. Oktober 2013

Cape Tribulation

Am Montag waren wir mit Lucie und Nils bei Cape Tribulation. Morgends um halb acht haben wir uns ins Auto gesetzt und fuhren los. Ca. 80-90 km nördliAm Montag waren wir mit Lucie und Nils bei Cape Tribulation. Morgends um halb acht haben wir uns ins Auto gesetzt und fuhren los. Ca. 80-90 km nördlich von Cairns, kamen wir bei der Fähre an. Wir bezahlten 23$, dass sie uns 300m, innerhalb von 5 min, samt unserer Tiffany über einen Fluss brachte



Drüben angekommen waren es noch 35 km bis zum Ziel. Auf dem Weg dort hin hielten wir bei einigen Aussichtspunkten, denn der Weg führte direkt an der Küste entlang. 


Irgendwann waren wir nur noch von Regenwald umgeben. Wir hielten bei einem ausgeschilderten Rundweg und liefen eine halbe Stunde durch den Urwald. Es war super cool sich von den verschiedensten Pflanzen und Tierstimmen umzingeln zu lassen. Es war eine Art Sumpfgebiet in dem ab und zu ein Bächlein floss oder sich Krebse tummelten. Außerdem ragten Wurzel in Bogenform aus dem Boden. Da wir nicht ewig durch die feuchte, drückende und warme Luft wandern wollten setzten wir uns zurück in die Tiffany und fuhren zum nächsten Wanderweg.








Im Großen und Ganzen das Gleiche, aber als wird den Weg so entlang gingen, kam uns ein Touri-Familienvater entgegen und hielt sich den Zeigerfinger auf den Mund. Alles war mucksmäuschen still und wir schlichen weiter, als wir unter den Bäumen ein Elternpaar Cassowaries mit einem Baby unter dem Popo entdeckten. Wir hielten die Luft sogar an, um die Tiere nicht zu verärgern. Trotzdem knipsten wir sie bis ins Unendliche. Auch wenn es total cool war diese knallig gefärbten Tiere aus 1,5 m Entfernung zu beobachten, hatten wir doch ein mulmiges Gefühl. Zumal wir am Vorabend noch ein Video angesehen haben , in dem ein Mensch von einem dieser aggressiven und gefährlichen Vögel angegriffen wurde.





Wunderschön zum ansehen. Weißer Sand, blaues Wasser, kleine Muscheln und das Meeresrauschen. Hier haben wir nur ein paar Fotos gemacht und waren nicht schwimmen, denn die am Strand stehenden Quallenwarnschilder und der Kanister voll Essig hat uns dann doch ein bisschen abgeschreckt. 



350 m weiter, hinter einem Felsvorsprung, war ein weiterer Strand. Weißer Sand, blaues Wasser und das leichte Meeresrauschen. Das gleiche in grün, aber trotzdem wunderschön. Wir setzten uns unter Bäume in den Schatten und Picknickten. Danach tasteten wir uns trotz Warnschilder und Essig ins Wasser, da hier auch andere Menschen badeten.





Am Nachmittag hatten wir dann genug und fuhren dann zurück, um im Port Douglas Halt zu machen. Ein ellenlanger Strand erwartete uns. Wir liefen auf einen kleinen Berg zum Aussichtspunkt. Wieder ein paar Fotos vom Meer und dem Strand geschossen und letztendlich im Auto, auf dem Rückweg,den tollen Tag Revue passieren lassen.




Goodbye Cairns

Etwas zu spät, aber hier noch unser Abschiedspost von Cairns. Jetzt, in Townsville, wissen wir das Cairns eine wirklich tolle, lebendige Stadt, mit ganz ganz tollen Leuten ist! Natürlich haben wir nie daran gezweifelt, aber an unserem jetzigen Lebensort ist es nunmal nicht ganz so spannend ...
Aber was wir eigentlich sagen wollten: danke an alle von Euch, dass wir so einen tollen Start in Australien hatten!

Freitag, 4. Oktober 2013

Im Auto schlafen

In Townsville leben wir bei Dorina und Teresa im Hostel. Wir bezahlen 7$ die Nacht für unseren Stellplatz und dürfen dafür duschen und die Küche benutzen. Klingt eigentlich ganz gut, dachten wir uns.
Die erste Nacht war beschi****, wenn wir ehrlich sind. Dass niemand rein schauen kann, haben wir eine Tischdecke gekauft, die wir zu Vorhängen zugeschnitten haben und sie mit Klettverschluss an den Fenstern befestigt haben. Generell keine schlechte Idee. Leider hat das nicht richtig gehalten und sie sind die ganze Nacht runter gefallen. Somit waren wir dauernd damit beschäftigt unseren Sichtschutz wieder anzubringen. Dazu kam, dass es enorm heiss war und wir unglaublich schwitzten. Am morgen, um 7 Uhr, hat unser Nachbar sein Auto gewaschen. Lautstark!
Die nächste Nacht war um einiges besser. Die Klimaanlage haben wir vor dem Schlafen gehen angeworfen und die Fenster in der Nacht halb  offen gelassen und die Vorhänge mit Sekunden Kleber fest gemacht. Was noch dazu kommt, ist, dass wir beide ein bisschen angeschlagen sind. Daniel hat Schnupfen, Sarah hat Halsweh, Husten und Schnupfen.
Die dritte Nacht war eigentlich ganz gut. Die Wärme lässt sich leider nicht vermeiden und es wird ja nicht besser werden in der nächsten Zeit. Man wird sich dran gewöhnen und eigentlich ist es ja auch ganz kuschlig :-)

Townsville

Wir sind seid Dienstag nun 347km südlich von Cairns, in Townsville, gelandet. Dies hier ist nur ein kleiner Post, um Euch auf dem Laufenden zu halten. Sarah hat sich ein Tablet gekauft, sodass wir jetzt regelmäßig Bilder posten können. Wir brauchen nur noch ein Verbindungskabel, um die Kamera anschließen zu können. Also geduldet Euch noch ein klein wenig! Seid gespannt, es ist schon wieder viel passiert in den letzten Tagen...