Freitag, 27. September 2013

Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben

Heute konnten wir endlich unser Auto von der Werkstatt abholen und es zur anderen Werkstatt, wo wir die Lizenz bekommen sollten, bringen.
Früh morgens stiegen wir in den Bus und fuhren zu einem halbstündig entfernten Einkaufszentrum, wo uns Paul (der Autoverkäufer), abholte und uns zur Werkstatt brachte. 
Wir bezahlten die gemachten Reparaturen und fuhren erst einmal einkaufen.   



Gaskocher, Campingstühle, Kissen, Vorhänge, Besteck und einen Topf kamen in die Tüte. Zusätzlich haben wir von Paul eine Tasche voll, mehr oder weniger tauglichem, Campingzeug geschenkt bekommen. Somit fehlt uns nur noch die Matratze und Teller. Wunderbar. Die Ausstattung ist schon mal bereit für die Reise. Weniger nützlich, aber trotzdem freundlich: einen tragbaren DVD-Player und ein altes Navigationssystem haben wir auch geschenkt bekommen. Letzteres könnte uns, in brenzlichen Situationen, eventuell noch zur Hilfe eilen...

Nun ja. Nachdem wir beide den Linksverkehr am Steuer getestet haben, und feststellten, dass es garnicht so schwierig ist, brachten wir unser Baby zur Werkstatt, die uns das Zertifikat ausstellte. Nach 5 Minuten hatten wir den blauen Zettel dann auch endlich in der Hand. 
Nun mussten wir das Auto "nur noch" auf unseren Namen ummelden. Da Paul viel Wert darauf legt, haben wir alle Unterlagen vorbereitet und er brachte uns zum zuständigen Amt. 
Leider, wie es eben so ist auf Ämtern, hat die Ummeldung nicht funktioniert. Wir müssen eine Rechnung mit Namen von unserem jetzigen Hostel vorweisen. Leider, ist heute Freitag und morgen Wochenende. Das heißt: Amt = zu. 
Schade. Jetzt müssen wir bis Dienstag in Cairns bleiben. Am Montag planen wir nämlich, mit einem neu kennengelernten 
Pärchen, nach Cape Tribulation zu fahren. Somit wollen wir am Dienstag morgen das Auto ummelden und uns dann nach Townsville aufmachen. 
Allerdings lernt man: Wer weiß, was bis Dienstag noch alles passiert... 

Mittwoch, 25. September 2013

Fügungen

Sarahs Papa spricht oft von Fügungen. Fügungen begegnen einem im Leben und ändern es so, wie es kommen soll. Vielleicht auch Schicksal. 

Wir sind auf dem nach Hause Weg von der Lagune gerade ganz zufällig an einem Reisebüro vorbei gegangen und wollten "nur" Flyer anschauen. Nachdem uns der deutsche Mitarbeiter nach kurzer Zeit ansprach und uns von den Angeboten berichtete, ließen wir uns einlullen.Jetzt haben wir ein saugeiles Schnäppchen gemacht, denn heute ist der letzte Tag an dem die Winterpreise gelten. Ab morgen steigen die Preise wieder. 


1. 2 Tage + 2 Nächte Magnetic Island
2. 2 Tage + 2 Nächte auf einem Katamaran in den Whitsundays
3. 5 Tage + 4 Nächte Fraser Island mit eigenem 4 Radantrieb Wagen und Campinglager 
4. 3 Tage + 2 Nächte Bushcamp in den Everglades mit eigenen Kanus
5. Tauchen im Great Barrier Reef (DIESEN SAMSTAG!!) 

Für: 685€ !! 

Geil oder?

Montag, 23. September 2013

Gefangen in Cairns

Wir mussten heute die Erfahrung machen, dass leider nicht immer alles so läuft, wie man es sich vorstellt.

Der Plan war, Mitte diese Woche das Auto zu bekommen und dann zu unserem Job zu fahren. 
Leider brauch das Auto jetzt einige Reparaturen um eine Lizenz (Art TÜV) zu bekommen. Haken an der Geschichte ist, dass die Werkstatt erst am kommenden Montag wieder Zeit hat und wir somit viel zu spät bei unserem Job ankommen würden. 
 
Als wir die Werkstattneuigkeiten erhielten, haben wir bei unserem zukünftigen Arbeitgeber angerufen, um ihm Bescheid zu geben. 
Nun war ihm garnicht bewusst, dass wir definitiv vor hatten zu kommen und, soweit wir das richtig verstanden haben, gibt es mittlerweile noch einen anderen Anwärter.

So viele Unklarheiten werfen natürlich Zweifel auf. Wie lange müssen wir noch hier bleiben? Haben wir den Job oder nicht? Sollen wir vielleicht doch lieber nach einem anderen Job suchen und zuerst die Strecke Cairns - Brisbane mit samt den Inseln bereisen? So viele Fragen... Am Wochenende ruft uns der vermeintliche Arbeitgeber an und spricht dann hoffentlich Klartext.

Somit hängen wir jetzt mit allen Entscheidungen in der Luft und im kleinen Städtchen Cairns wohl eine weitere Woche fest. 

Freitag, 20. September 2013

Awesome! Awesome! Awesome!

Am Freitag, nach einer Woche am anderen Ende der Welt, hatten wir zum ersten mal das Gefühl in Australien zu sein. 
Um 7.35 Uhr wurden wir zu unserem Ausflug zu den Tablelands abgeholt. Eine Tour durch die verschiedensten Landschaftsbilder stand uns bevor. Von trockenen Feldern, über Bananenfarmen und Wasserlandschaften.
Das war das erste Mal, dass wir wirklich etwas von diesem Land, und auch so wie man es sich vorstellt, gesehen haben. 

Der erste Stop waren die Babinda Boulders. Riesen große Felsen durch die ein wütiger, eiskalter Fluss rauscht. Ein wahnsinniger Ausblick, von oben herab, in die tiefen Höhlen und Schluchten durch die sich das Wasser seinen Weg sucht.


Hier haben wir auch unsere erste Spinne gesehen. Sie war etwa so groß wie Sarahs Hand. Unsere Reiseführerin meinte die Spinne sei nicht tödlich, aber sie bringt einen ins Krankenhaus. 


Anschließend ging es zu einem der Highlights des Tages - den Josephine Falls! Glasklares, eiskaltes Süßwasser in einem wunderschönen, natürlichen Becken unterhalb der atemberaubenden, vom Fels brausenden, Wassermengen. Es war ein unglaubliches Gefühl in diesem seidigen Wasser zu schwimmen und mit dem Wasser seinen Felslauf hinunter zu rutschen. 








Als nächstes machten wir am Crawfords Lookout halt und genossen den Ausblick auf den tief unter uns liegenden Fluss. 


Ein weiterer Höhepunkt des Tages waren die Milla Milla Falls. Anders als beim voran gegangenen Wasserfall, brauste das Wasser direkt in ein großes Wasserbecken. Das Wasser war noch eisiger, allerdings nicht so klar und damit auch nicht ganz so schön, wie bei den Josephine Falls. Trotzdem eine gelungene Abkühlung und Fotokulisse.


Der Broomfield Swamp ist ein Sumpf in dem mittlerweile ettliche Tiere, wie Rinder und riesige Vögel, Hausen. Hier hatte man ebenfalls einen wahnsinnigen Ausblick in die weite Landschaft Australiens mit ihren unfassbar vielseitigen und grellen Farben.


Weiter ging es dann zu den Dinner Falls. Bei diesem Wasserfall sind wir nicht mehr geschwommen, sondern schossen lediglich ein paar Erinnerungsfotos. 



Zu diesem Stop gehörte außerdem noch ein 61m tiefer Krater. Wir warfen einen riesigen Steinbrocken hinein, der beim Aufprall ins Wasser einen derart unbeschreiblichen Knall von sich gab! 


Nach dem wir den Curtain Fig Tree und die Schnabeltiere besichtigt hatten,


fuhren wir zu unserem zweiten Highlight, dem letzten Stop des Tages, dem Lake Eacham. Eine wahnsinnige Kulisse! Die Sonne war am untergehen und tauchte die Natur in ein sagenhaftes Licht. Wir beobachteten Schildkröten 


Und sprangen von der Plattform in das erfrischende, klare Wasser!





NICE DAY! 




Donnerstag, 19. September 2013

Autosuche

Da wir in den nächsten Tagen zu unserem Job, 2000 km südlich von Cairns, aufbrechen sollten, brauchen wir dringend ein Auto. Vorgestellt haben wir uns ein Campervan oder Stationwagon in der Preisklasse bis 3000. Über eine Australische Internetseite, die Ebay ähnelt, sind wir auf die Suche gegangen. Von 12 Anfragen haben nur 3 geantwortet. Diese drei Autos haben wir uns dann auch angesehen: 

Ford Falcon Stationwagon für 990$: 

Bei diesem Preis waren wir von Anfang an natürlich etwas skeptisch eingestellt. Gestern Mittag, in der prallen Mittagssonne versteht sich, liefen wir also zum vereinbarten Treffpunkt. Zum ersten mal haben wir die Erfahrung gemacht was "Ist nicht weit" in Australien bedeutet. Eine halbe Stunde lang gingen wir immer gerade aus. Da wir dachten "es ist nicht weit", hatten wir nichts zu Trinken mit genommen - ein folgen schwerer Fehler. Mit Kopfweh und zittrigen Beinen kamen wir am besagten Treffpunkt an. 
Schade, dass wir völlig umsonst den ganzen Weg gelaufen und mörderisch geschwitzt haben. 
Nach dem dritten mal Klopfen, hat uns, dank des kleffenden, fetten Köters, auch endlich ein verpennter junger Mann die Tür auf gemacht. Als wir ihm sagten, dass wir wegen des Autos da seinen, nuschelte er etwas, verdrehte die Augen und kehrte uns den Rücken. Kurze zeit später kam eine ebenso verpennte Italienerin mit dem Autoschlüssel heraus. Das Auto war komplett verrostet, die Windschutzscheibe eigenhändig verdichtet, die Fahrertür ging nur mit viel Gefühl und Geduld auf. Als wir dann endlich die Möglichkeit hatten uns hineinzusetzen, bemerkten wir, wie unglaublich verdreckt dieses Auto war. Es endete nach nur 2 Minuten, da der Motor nicht ansprang. Verzweifelt rief die Italienerin den eigentlich Verkäufer an und fragte ihn um Rat. Nachdem sie aufgelegt hatte, drückten wir ihr den Schlüssel in die Hand und machten uns auf unseren halbstündigen Heimweg. 

Heute morgen trafen wir uns dann mit den Besitzern eines Suzukis: 





Die drei netten Latinos machten einen super Eindruck. Freundlich, ehrlich, zuvorkommend. Alles prima. Das Auto war im großen und ganzen auch ganz gut. Die hintere  Stoßstange hing ein bisschen runter und das größte Manko: keine Klimanlage. 
Deshalb fällt dieses Modell wahrscheinlich auch raus. 


Heute Mittag nahmen wir dann einen 40 Minuten Weg zu einem Einkaufszentrum in Kauf, in dem der Verkäufer des nächsten Autos als Security arbeitete.







Diesmal mit Kopfbedeckung und Trinken. 
Wahrscheinlich wird das unser neues Auto werden. Dort ist zwar keine Matratze vorhanden, allerdings bekommen wir das sicherlich hin uns eine anzuschaffen. 



Mittwoch, 18. September 2013

Free Pizza

Free Pizza at Woolshed! 
Wenn man die richtige Bunkertechnik hat bekommt man sogar ein bisschen Pizza. Wir sind satt und der Abend kann beginnen! 


Mit Teresa und Dorina 

Dienstag, 17. September 2013

Job

Heute haben wir mal intensiv nach Jobs und Autos gesucht. Im Gegensatz zu unseren Mitbewohnern hatten wir, zum Glück und Dank Dorina, Erfolg. 

Wir haben eine Familie in der Nähe von Brisbane gefunden. Zwei Kinder, im Oktober noch ein Neugeborenes. Ich darf Babysitten, Daniel Bauarbeiten machen. Die Unterkunft und das Essen bekommen wir + 300$ pro Woche. Jackpot. Voraussichtlich und wenn die Chemie stimmt, bleiben wir bis Neujahr dort. Die restlichen drei Monate reisen wir dann nur noch. 
Jetzt muss nur noch ein Auto her, um die 2000 km Distanz zwischen Cairns und unserer neuen Arbeitsstelle hinter uns zu bringen!